JTL empfiehlt im JTL-Guide, bis zum 30. September 2026 auf Shipping 2.0 umzusteigen, also vor Beginn des Weihnachtsgeschäfts. Shipping 2.0 ist kein Update des bisherigen Moduls JTL-ShippingLabels 1.0, sondern eine eigene, cloudbasierte Versandplattform für mehrere Versanddienstleister.

Hintergrund sind Umstellungen bei den Versanddienstleistern. Die alte DHL-Schnittstelle „DHL Versenden 3.0“ lief laut JTL bereits Mitte Juni 2026 aus (angekündigt für den 31. Mai, dann bis zum 15. Juni verlängert). DPD wechselt zur DPD Meta API, GLS zur GLS ShipIT API.

Die Fristen im Überblick

  • JTL-Start: Am 30. September endet die Etikettenerstellung in JTL-ShippingLabels 1.0. Für diese Edition ist das eine feste Frist.
  • JTL-Advanced, JTL-Pro und JTL-Enterprise: JTL-ShippingLabels 1.0 bleibt nutzbar, bis die Versanddienstleister ihre alten Schnittstellen abschalten.
  • Für die alten GLS- und DPD-Anbindungen in JTL-ShippingLabels 1.0 leistet JTL nach dem 30. September keinen technischen Support mehr. GLS schaltet die alte Schnittstelle zum 31. Dezember 2026 ab, DPD Anfang 2027.
  • Shipping 2.0 setzt JTL-Wawi ab Version 2.0.0 voraus, JTL empfiehlt inzwischen, vor der Migration auf Version 2.1.1 zu aktualisieren.

Vor oder nach dem Weihnachtsgeschäft umstellen?

JTL rät, den Wechsel außerhalb der Hauptsaison im vierten Quartal zu planen. Je nach Edition und Versanddienstleister sieht die Lage unterschiedlich aus:

  • Mit JTL-Start muss die Umstellung bis Ende September abgeschlossen sein. Läuft noch JTL-Wawi 1.x, kommt das Update auf Version 2.0 hinzu.
  • Mit einer höheren Edition und GLS oder DPD lässt sich das alte Modul weiter nutzen, im Weihnachtsgeschäft aber ohne Support für diese Anbindungen. Für GLS muss der Wechsel spätestens bis zum Jahresende erfolgt sein.
  • Shipping 2.0 läuft parallel zu JTL-ShippingLabels 1.0. Versanddienstleister lassen sich deshalb einzeln umstellen und mit wenigen Sendungen testen.

So lässt sich der Umstieg vorbereiten

  • Genutzte Versanddienstleister, Versandarten und Zusatzleistungen auflisten und prüfen, ob sie in Shipping 2.0 verfügbar sind.
  • Zugangsdaten für die neuen Schnittstellen rechtzeitig anfordern. Für die DPD Meta API geht das laut JTL über ein Ticket im Support-Portal der Shipping-2.0-App mit Angabe der DPD-Kundennummer.
  • Klären, welche Shipping-2.0-Edition für die eigenen Versandverträge nötig ist.
  • Etikettendruck, Versandpapiere und Abläufe am Packplatz mit Testsendungen prüfen, bevor die Auftragszahlen steigen.
  • Einen Ersatzweg festlegen, falls die Etikettenerstellung ausfällt, zum Beispiel über das Geschäftskundenportal des Versanddienstleisters.

Einordnung

Jeder Auftrag, der verschickt wird, braucht ein Versandetikett. Fällt die Etikettenerstellung aus, verzögern sich Lieferungen sofort. Ein Wechsel an dieser Stelle gehört deshalb in eine Phase mit geringem Auftragsvolumen und nicht in die Wochen vor Weihnachten. Für JTL-Start-Kunden ist die Frist kurz. Wer eine höhere Edition nutzt, hat mehr Spielraum, sollte die Entscheidung aber vor dem Weihnachtsgeschäft treffen.

Stand der Angaben: 27. September 2026.

Quellen:
JTL-Software (JTL-Guide): Migration & Fristen, 29.07.2026 (zuletzt geändert 21.09.2026)
JTL-Software (JTL-Forum): JTL-ShippingLabels 1.0: Support-Ende GLS/DPD und Migration von JTL-Start-Kunden nach dem 30. September, 23.07.2026
JTL-Software (JTL-Guide): FAQ zu Shipping 2.0: Migration und Parallelbetrieb, 24.07.2026 (zuletzt geändert 21.09.2026)
JTL-Software (JTL-Forum): ACHTUNG: Abkündigung der DHL-Schnittstelle zum 15.06.2026, 11.05.2026 (zuletzt bearbeitet 01.06.2026)